Willkommen beim
REHEMA Goma Hospital

NOTWENDIGE BEHANDLUNGEN FÜR DIE BEDÜRFTIGEN

Sehen wir uns das mal an

Cris Zimmermann, Dr. Gottfried Lemperle and Rev Balibanga Katambu (2018)

Projekt

Aktuelle Versorgung

Mitten in Goma, auf dem Gelände der Kirche der Nazarener, befand sich bisher die einfache Ambulanz mit fünf Behandlungszimmern ohne Licht und mit wenigen Medikamenten. Sie wurde von vier Ärzten und sieben weiteren Helfern betrieben. Außer der Verschreibung von Pharmaka in Notfällen (Schmerzmitteln, Antibiotika, Blutdruck-Senkern und Diabetes-Therapien) konnten sie wenig ausrichten. Es gab weder ein Labor, noch ein Ultraschall- oder Röntgen-Gerät. Seit 2015 haben fünf Interplast-Teams mit den dortigen Chirurgen mehr als 600 Patienten operiert. Dabei wurde die Notwendigkeit für den Bau eines kleinen Hospitals für die bedürftigen Menschen des Umlandes erkannt.

Das neue Hospital

Der Initiator und Koordinator des Projektes Dr. Gottfried Lemperle und sein Sohn Andreas Lemperle (Architekt) entwarfen gemeinsam mit weiteren Architekten und Ärzten vor Ort eine einstöckige chirurgische Ambulanz. Diese kann nach Fertigstellung und Inbetriebnahme bei gegebener Finanzierung durch zwei weitere Stockwerke ergänzt werden. Das geplante Goma Hospital - Rehema Centre Medical (Rehema für Barmherzigkeit auf Suaheli) erhielt im Juli 2020 die Baugenehmigung vom Bauamt und dem Gesundheitsministerium. Das Hospital soll zunächst eine Kapazität von 16 Betten haben und über einen OP-Saal, Steri-Raum, 24-Stunden-Ambulanz mit 3-4 Ärzten, sowie diverse Überwachungsräume verfügen.

Projekt-Entwicklung

Der Grundstein zum Außenbau wurde durch Spenden finanziert und Anfang 2021 gelegt (Bild: Pastor Balibanga, Architekt Henry Kawaya und Chirurg Dr. Kimona bei der Grundsteinlegung). Erste Innenausbauten sowie Ausstattung sind ebenfalls durch Spenden sichergestellt. Der Bau soll Anfang 2023 bezugsfertig sein. Für die Anschaffung notwendiger medizinischer Geräte und die Weiterbildung der lokalen Ärzte müssen weitere finanzielle Mittel gesammelt werden.

Projektfortschritt

NOTWENDIGE BEHANDLUNGEN FÜR HILFSBEDÜRFTIGE

Das Goma Hospital soll Menschen im direkten Umkreis erreichen, die in den Armenvierteln von Goma in einfachsten Verhältnissen leben. Von den derzeit insgesamt vier freiwilligen Ärzten und sieben Helfern werden pro Monat ca. 300 bis 500 Patienten behandelt. Viele bekommen Medikamente oder Impfungen, einige mit kleineren Wunden werden behandelt. Alle schwierigen Fälle müssen aktuell an die fünf großen Hospitäler verwiesen werden - per Krankentransport mit dem Motorrad.
Mit dem Goma Hospital sollen die 90% armen Einwohner und ihre Familien erreicht werden, die sich eine Behandlung bei einem Arzt oder in einem der fünf größeren Hospitäler nicht leisten können. Zunächst wird eine Grundversorgung angestrebt, zu der auch Impfungen und Aufklärungskampagnen für Mädchen und schwangere Frauen gehören sollen.
Die Krankheiten, die die Ambulanz jetzt und in Zukunft behandelt, sind die Infektionskrankheiten Malaria, Typhus (Salmonellen), Gastritis und Harnwegsinfektionen. Nach Vollendung des Umbaus sollen auch chirurgische Fälle behandelt werden (Hernien, Peritonitis, Prostatahypertrophie, Kropf, Hyperthyreose und plastische Chirurgie sowie gynäkologische Erkrankungen und geburtshilfliche Eingriffe). Auch hier ist der Bedarf enorm. Etwa 1% der Kongolosen mit Tumoren und Verbrennungsfolgen benötigt eine plastisch-rekonstruktive Behandlung - das Einzugsgebiet Nord- und Süd-Kivu umfasst insgesamt 12 Millionen Einwohner. Ebenso kann der Westen von Ruanda und ganz Burundi von dem geplanten Spezialhospital profitieren.
Nach 24 Jahren Erfahrung mit dem von Interplast Germany gegründeten Nepal-Hospital (www.nepalhospital.de) ist die wichtigste Voraussetzung die Verlässlichkeit und das Engagement der dortigen Ärzte in dem von schwierigen Verhältnissen geprägten und vom Westen vergessenen Land mit 100 Millionen Einwohnern.

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG DURCH LOKALE WEITERBILDUNG UND INTERNATIONALE EINSÄTZE

Im Goma Hospital soll die dauerhafte Weiterbildung durch Interplast-Teams und andere Spezialärzte aus Deutschland eingerichtet werden. Gleichzeitig sollen erste Ärzte zu Weiterbildungen in ihren erhofften Spezialgebieten nach Ruanda und Uganda entsendet werden. Dort hat sich Prof. Lemperle vom starken Unterschied in der medizinischen Fortbildung im Gegensatz zum medizinischen Notstand in Goma und im ganzen Kongo persönlich überzeugt. In zahlreichen Gesprächen mit dem Pastor der Kirche des Nazareners und dem medizinischen Direktor Dr. Zibona sowie mit der seit 1992 in Goma aktiven Frankfurter „Kirche-in-Aktion“, wurde während der letzten fünf Jahre eine Kooperation begonnen. Die Kooperation verfolgt das Ziel, die chirurgische Versorgung der Menschen in Goma zu verbessern. So wurde bisher die Weiterbildung von drei Ärztinnen zu Chirurginnen in Benin, Kinshasa und Bukavu von der B. Braun-Stiftung, sowie das Medizinstudium von acht Studenten über Interplast finanziert.
Voraussetzung für die Weiterbildung der lokalen Ärzte zu Fachärzten und die gleichzeitige Fortbildung der lokalen Ärzte, Hebammen, Schwestern und mobilen Pflegerinnen ist jedoch das funktionierende Hospital, das nach Abschluss der Bauarbeiten ab Herbst 2021 seine ambulanten und stationären Aufgaben erfüllen kann.

Fishing

“Give a man a fish and you feed him for a day. Teach him how to fish and you feed him for a lifetime” (LaoTse)

Diese Philosophie der Nachhaltigkeit gilt auch für die Gründung des Hospitals, für dessen dauerhaften Nutzen und Effektivität wir sorgen.

ÄRZTE UND SUPPORT DES GOMA HOSPITAL

DR. CHRISTOPHE KIMONA

Allgemeinchirurg

DR. EPHRAIM ZIBONA

Direktor & Labor

DR.VOTE LWANGO KIBISHWA

Radiologe

PETER BULAMBO BALIBANGA

Pastor

GÉDÉON BALIBANGA

Manager

VALERIE NAMBULA WASSO

Finanzen

PASCAL MBALE BALIBANGA

Sozialarbeiter

DIDAS KWABO

Lehrer

Organisation

DR. GOTTFRIED LEMPERLE

Plastischer Chirurg

Plastischer Chirurg und Gründer von Interplast-Germany e.V., Initiator des Goma Hospital seit 2015

REVEREND BALIBANGA KATAMBU JACQUES

Initiator

Initiator des Rehema Centre Medical und der Einsätze von Kirche-in-Aktion und Interplast-Teams in Goma

REVEREND BUGESHI IGILIMA DESIRE

Superintendent

Superintendent der "Church of the Nazarene North Kivu District" und Organisator für das Bauland des Rehema Centre Medical

CRIS ZIMMERMANN

Pastor

Gründer und Pastor der Kirche-in-Aktion in Frankfurt am Main

DR. ANDRÉ BORSCHE

Plastischer Chirurg

Plastischer Chirurg und Vorsitzender des Interplast-Germany e.V.

HEIN STAHL

Organisation

Leiter des Interplast Nepal Hospitals seit 2000, Projektsupport und Finanzierung

DR. MARTIN LEMPERLE

Hauptsponsor

Gründer und CEO von FormMed AG, Hauptsponsor

ANDRÉ GRAJEWSKI

Projekt Support

Mitglied der Church in Action, Projektunterstützung

PARTNER & Sponsoren des Projekts

Interplast Germany

"„INTERPLAST Germany - ein gemeinnütziger Verein für Plastische Chirurgie in Entwicklungs-ländern e.V.“ wurde 1980 von Prof. Lemperle gegründet. Der Verein nimmt sich weltweit bedürftiger Patienten mit plastisch-chirurgischen Problemen wie Verbrennungsfolgen, Fehlbildungen und Tumoren an und holt Patienten mit schwierigen Entstellungen nach Deutschland.
Unter dem derzeitigen Vorsitzenden Dr. André Borsche, Chefarzt für plastische Chirurgie in Bad Kreuznach, ist Interplast-Germany zu einer Organisation angewachsen, die jedes Jahr ca. 70 Teams aussendet, die ca. 4.000 Patienten mit plastisch-chirurgischen Problemen in Entwicklungsländern operieren.

Kirche in Aktion

„Kirche in Aktion“ in Frankfurt sendet ebenfalls Arbeitsteams in Schulen, Flüchtlingslager, zu Obdachlosen etc. in alle Welt und unterstützt das Goma Hospital u.a. durch die Entsendung ehrenamtlicher Fachkräfte.
Gründer und Pastor ist Cris Zimmermann. Sein Großvater Dr. Richard Zanner gründete 1992 unter der Obhut der „Kirche des Nazareners“ das Zanner-Institut, die erste private christliche Oberschule in Goma.

People in Action

Die Organisation „People-in-Action International“ (PAI) wurde 2001 als eigenständige gemeinnützige Vereinigung gegründet und ist seit 2018 unter als NGO mit Sitz in Goma (Provinz Nord-Kivu) registriert. Besonderes Augenmerk richtet PAI auf Menschen in Goma und Umgebung, die der plastisch-rekonstruktiven Versorgung bedürfen. Ebenfalls engagiert sich PAI für Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt geworden sind und stellt psychosoziale und ökonomische Hilfsangebote bereit.

MSP Concept GmbH & Co. KG, mit Sitz in Berlin, Deutschland ist nach ISO 13485 zertifizierter Hersteller der urologischen Medizinprodukte der Marke PeniMaster.

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